Abschiebung christlicher FlüchtlingeSteglitz

Am 28. Januar waren in der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde Berlin-Steglitz der SELK Journalisten zu Gast, die sich für das Thema „Abschiebung christlicher Flüchtlinge“ interessierten. Gemeindepfarrer Dr. Gottfried Martens D.D. berichtet auf der Facebook-Seite der Gemeinde. „Da habe ich nach dem Gottesdienst bei der Verabschiedung einfach mal einige der Betroffenen gebeten, sich zu einem Foto draußen zu versammeln. Die Abgebildeten sind längst nicht alle, die heute bei uns im Gottesdienst waren und bereits ihren Abschiebebescheid erhalten haben.“ (SN/MB)

"Ich glaube nicht, dass jeder seines Glückes Schmied ist ..."Pfarrer Krieser a

- Pfarrer Krieser veröffentlicht ein "Unglaubensbekenntnis"Pfarrer Matthias Krieser (Fürstenwalde/Brandenburg) hat ein Unglaubensbekenntnis verfasst und äußert sich darin in 16 Thesen. Sie beginnen jeweils mit den Worten "Ich glaube nicht, dass ..." - zu verschiedenen Themen des christlichen Glaubens. Er glaube nicht, "dass alle Menschen zwangsläufig in den Himmel kommen. Zwar hat Jesus am Kreuz für alle die Sündenschuld bezahlt und lädt alle ein, dies im Glauben anzunehmen, aber er verheißt die Seligkeit nur denjenigen, die glauben und getauft sind", schreibt der Theologe unter anderem. Zur Auferstehung formuliert er: "Ich glaube nicht, dass Jesus nur rein geistig auferstanden ist und dass sein Leib irgendwann irgendwo vermoderte. Ich glaube, dass Jesus wirklich gestorben und danach mit Leib und Seele wieder auferstanden ist." Er glaube ferner nicht, "dass jeder seines Glückes Schmied ist". Jedes Glück sei vielmehr "ein Gnadengeschenk von Gott".Zum Lebensschutz heißt es in dem "Unglaubensbekenntnis": "Ich glaube nicht, dass man einem Embryo im Anfangsstadium das Menschsein absprechen und ihn nach Belieben töten darf. Ich glaube, dass der Mensch von seiner ersten Zelle an einzigartig ist und die volle Menschenwürde besitzt." Zur Sexualität heißt es: "Ich glaube nicht, dass Menschen ihrem Sexualtrieb hilflos ausgeliefert sind und ihm deshalb immer nachgeben müssen. Ich glaube, dass Männer und Frauen mit Gottes Hilfe entweder gemeinsam in ehelicher Treue oder einzeln und enthaltsam leben können."Der Pfarrer veröffentlichte sein "Unglaubensbekenntnis" im Gemeindebrief der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde in Fürstenwalde/Spree. Zur Begründung sagte er gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: "Der moderne Mensch läuft heutzutage mit einer Fülle an Glaubensbekenntnissen herum - oft auch unbewusst." Sein Ziel sei es, sie aufzudecken und unter ein christliches Bekenntnis zu stellen. (MB/SN)

Das Unglaubensbekenntnis ist unter nachstehendem Link abrufbar:

http://www.selk-fuerstenwalde.de/mediapool/48/486779/data/1802FX.pdf

7 Wochen mit - SELK startet erneut Netzwerk-Aktion zur Passions- und Fastenzeit 7 Wochen mit 2018 Logo Farbe 1400px

Auch in diesem Jahr startet das Amt für Gemeindedienst (AfG) der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zur Passions- und Fastenzeit wieder die Aktion "7 Wochen mit". Die Aktion konkurriert nicht mit anderen Aktionen zur Passions- und Fastenzeit, sondern stellt ein zusätzliches Angebot dar: Die Aktion betont den inhaltlichen Mehrwert der geprägten Zeit im Kirchenjahr und will anleiten, innezuhalten und der Besinnung auf das Leiden und Sterben Jesus Christi mit der Bedeutung für das menschliche Leben Raum zu geben. Dafür stellt das AfG auf den grundlegend neu gestalteten Seiten von www.7wochen.de Materialien zur Verfügung, die persönlich wie auch gemeinschaftlich genutzt werden können.

Neben einer Sammlung von Texten werden jährlich konstitutive Elemente für die Aktion ausgewählt, darunter immer auch ein Lied. Diesmal fiel die Wahl auf den Choral "Herr Jesu, deine Angst und Pein". Dazu hat Pfarrer i.R. Konrad Uecker (Verden) eine Liedpredigt verfasst. Zu den Bibelabschnitten zur diesjährigen Aktion finden sich Andachten und Predigten im Materialangebot auf www.7wochen.de

Als grafisches Element wurde diesmal eines der violetten Antependien der Bethlehemsgemeinde der SELK in Hannover ausgewählt. Fotos beider violetter Antependien der Gemeinde sowie auch weiterer violetter Antependien aus SELK-Gemeinden finden sich als besonderes Angebot auf www.7wochen.de und können für Gottesdienste, Andachten und andere Gelegenheiten genutzt werden.

Ein Flyer, der in dem genannten Internetangebot zu finden ist und auch in gedruckter Form kostenlos über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! abgerufen werden kann, bietet eine vollständig aufgeführte Andachtsform mit Eingangsvotum, Psalm, Bibellesung, Passionslied und Gebet. Auch ein Plakat ist über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kostenlos abrufbar.

Eine Besonderheit der Aktion liegt auf dem Akzent, ein Netzwerk von Gemeinden, Gruppen Gremien, Familien-, Freundes-, Hauskreisen und Wohngemeinschaften zu bilden: Ziel ist es, dass an jedem Tag der Passions- und Fastenzeit an mindestens einem Ort eine 7-Wochen-mit-Andacht oder ein Gottesdienst mit Nutzung konstitutiver Elemente des laufenden Aktionsjahres stattfindet, wobei auch Gemeinden, Gruppen und Gremien über die SELK hinaus zum Mitmachen eingeladen sind, denn die Aktion ist ausdrücklich ökumenisch ausgerichtet. Zur Anmeldung findet sich ein Formular ("Anmeldung") auf www.7wochen.de. (SN/MB)

"Wie politisch darf unsere Kirche sein?" Bischof Voigt referierte in Berlin-Neukölln Reichstagsgebaeude a

Anfang Januar referierte der leitende Geistliche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Bischof Hans-Jörg Voigt, D.D. (Hannover), in der Evangelisch-Lutherischen Paulus-Kirche Berlin-Neukölln der SELK zum Thema "Wie politisch darf unsere Kirche sein?".

In seinem Referat griff Voigt eine Kontroverse zwischen "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt und dem evangelischen Pfarrer Stefen Reiche über politische Haltungen in Predigten auf. Poschardt hatte getwittert: "Wer soll eigentlich noch freiwillig in eine Christmette gehen, wenn er am Ende der Predigt denkt, er hat einen Abend bei den Jusos bzw. der Grünen Jugend verbracht?" Anhand des Johannesevangeliums arbeitete der SELK-Bischof heraus, dass Christen nicht "von der Welt", aber "in die Welt gesandt" seien. Hier werde die Spannung beschrieben, in der die Kirche stehe. Man könne sagen, dass der Evangelist hier die Spannung zwischen Steffen Reiche und Ulf Poschardt beschreibe, meinte Voigt.

Der Referent ging dann auf Artikel 16 des Augsburger Bekenntnisses ein, in dem eine Verhältnisbestimmung zwischen "geistlicher Gewalt und weltlicher Obrigkeit" vorgenommen werde. Später merkte Voigt an, dass das deutsche Verständnis von "Gehorsamspflicht" sich spätestens 1933 mit der Machtergreifung der NSDAP als Problem erwiesen habe.

Mit dem besonderen Blick auf die SELK vertrat Voigt folgende These: "Für die Situation der bekenntnislutherischen Kirchen, insbesondere der Altlutherischen Kirche, gilt zudem, dass der Widerstand in Glaubens- und Bekenntnisfragen auf der einen Seite zu einer besonderen Staatstreue mit innerer Politikferne anderseits führte."

In Bezug auf heutige Überfremdungsängste und einer daraus resultierenden Fremdenfeindlichkeit in Europa meinte Bischof Voigt, dass Nationalismus unkirchlich sei, da die Kirche nach ihrem Bekenntnis immer weltweite Kirche sei. Wenn Heimatverbundenheit sich mit Überlegenheitsgefühlen verbinde werde daraus Nationalismus. Der Kirche sei vielmehr ein das Evangelium bewahrender, also konservativer Ansatz ebenso zu eigen wie ein den Menschen in Not zugewandter sozialer Ansatz. Das Evangelium von der Liebe Gottes in Jesus Christus sei ein Gegenüber zur Politik, während der soziale Auftrag der Kirche politisch sei.

Dem Referat folgte eine über einstündige Debatte der zahlreichen Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung, in der unter anderem die Bedeutung des göttlichen Gesetzes, die Umweltfrage und die Predigt von Stefen Reiche erörtert wurden.

Gegenüber selk_news erklärte Voigt anschließend, dass er der unerwartet hohen Teilnehmerzahl über den Gemeindekreis hinaus und der engagierten Debatte entnommen habe, dass das Thema einer Verhältnisbestimmung zwischen Politik und Kirche hochaktuell sei. (SN/MB)

Evangelische Union und SELK - Einladung zum ökumenischen GesprächsabendSuperintendent Brueckmann ad

Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg unserer Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) lädt zusammen mit dem Evangelischen Kirchenkreis Potsdam der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zu einem ökumenischen Gesprächsabend ein. Er soll am Mittwoch, dem 7. Februar 2018, in der evangelischen Nagelkreuzkapelle Potsdam, Breite Straße 7, in Potsdam stattfinden. Dieser Abend steht unter dem Thema, Union und Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche – Lutherisches Bekenntnis und Herausforderungen der Kirchen heute. Beginnen wird diese Veranstaltung zuvor mit einem Friedensgebet um 18.00 Uhr und soll um 19.00 Uhr mit je einem Referat von Prof. Dr. theol. habil. Werner Klän von der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel (SELK) und dem ehemaligen Leiter der Kirchenkanzlei der Union Evangelischer Kirchen (UEK) fortgesetzt werden. In den Einladungsschreiben, sowohl des evangelischen Superintendenten Dr. Joachim Zehner für den Kirchenkreis Potsdam als auch vom evangelisch-lutherischen Superintendenten Peter Brückmann für unseren Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg, wird die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, an diesem besonderen ökumenischen Abend viele Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Herzliche Einladung! (MB)

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