Epiphanias-Empfang in Berlin-Zehlendorf KircheZehlendorfaussen

Erstmals hatte die Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zu einem Epiphanias-Empfang eingeladen. Am vergangenen Sonntag, dem Epiphanias-Fest im Kirchenjahr, war aus diesem Anlass Missionsdirektor Roger Zieger (Bergen-Bleckmar/Berlin) von der Lutherischen Kirchenmission (LKM) der SELK zu Gast in Zehlendorf.

Im Festgottesdienst hielt Zieger die Predigt. Im Anschluss an den Gottesdienst und an ein gemeinsames Mittagessen standen Informationen über Themenkreise und Arbeitsfelder der LKM auf dem Programm. Dabei hielt der Gast keinen klassischen Vortrag, wie das sonst bei ähnlichen Veranstaltungen der Gemeinde oft üblich ist, sondern die Informationen wurden in Form eines knapp zweistündigen Interviews zwischen Gemeindepfarrer Markus Büttner und dem Missionsdirektor vermittelt.

Im ersten Teil erläuterte Zieger den missionstheologischen Ansatz des vormaligen Missionsdirektors Friedrich Wilhelm Hopf (1910-1982) - "Lutherische Kirche treibt lutherische Mission." - und übersetzte diesen Leitgedanken in die heutige Zeit. Sodann stellte der Missionsdirektor die LKM mit ihrem Standort in Bleckmar vor und erläuterte die Strukturen der LKM auch im Kontext mit anderen Trägerkirchen im südlichen Afrika. Zum Ende des ersten Teils beantwortete Zieger Fragen zur Neustrukturierung der Stelle als Missionsdirektor. Ab 2020 werde das Missionsdirektorat zwar weiterhin mit einer vollen Stelle im Stellenplan abgebildet. Im Rahmen der strukturellen Anpassungen in der Gesamtkirche sollten künftig jedoch Stellenanteile des Missionsdirektorates in die Gemeindearbeit der SELK mit einfließen, indem der Missionsdirektor federführend Vakanzaufgaben einer vakanten Stelle im Stellenplan wahrnehme, sodass die geistliche Versorgung des betreffenden Pfarrbezirks gewährleistet bleibe.

Im zweiten Teil beantwortete Zieger Fragen zur Mission in Afrika, stellte die Missionsarbeit sowie sozial-diakonische Projekte in Südafrika und besonders auch in Mozambique vor. Im dritten und letzten Teil stand die Arbeit in Leipzig mit der "Brücke" und die Zusammenarbeit mit der dortigen St. Trinitatisgemeinde der SELK im Fokus. Die Brücke, geleitet und betreut von Missionar Hugo Gevers und unterstützt von Mitarbeitenden aus den USA und Deutschland, richtet sich an einem sozialen Brennpunkt sowohl an die einheimische Bevölkerung rund um die neu erworbene und sanierte Lukaskirche in Leipzig-Volkmarsdorf als auch an Migranten, vornehmlich aus dem Iran.

Zwischen den drei Teilen hatten die interessierten Zuhörer Gelegenheit zu Nachfragen. Auch wurden Weihnachts- und Epiphaniaslieder gesungen, um "zu dokumentieren, dass Epiphanias ein Weihnachtsfest ist und zu den ältesten Festen der Christenheit gehört", wie Pfarrer Büttner erläutert. (MB/SN)

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