Bischof Voigt im InterviewBischof Voigt

2015 kamen Flüchtlinge in großer Zahl nach Deutschland. Seitdem setzt sich die SELK für sie ein. In einigen Gemeinden finden diese Menschen zum Glauben an Jesus Christus und lassen sich taufen. Viele von ihnen sollen in ihre muslimische Heimat abgeschoben werden. Für den Bischof der SELK, Hans-Jörg Voigt D.D., ist das ein Skandal und Verfassungsbruch. Oliver Jeske hat mit ihm im Auftrag von ERF Medien e.V. (Wetzlar) im Kirchenbüro der SELK in Hannover ein Interview geführt. Seine Stellungnahme, Wo bleibt der Aufschrei des Entsetzens in diesem Land? -  Stellungnahme zur derzeitigen Entscheidungs- und Abschiebepraxis - auch im Blick auf SELK-Gemeindeglieder - in der Bundesrepublik Deutschland, steht zum Download hier bereit. (SN/MB)

 

Großes Sängerfest der Region Ost in Wilmersdorf Chor Saengerfest Wilmersdorf Buettner komp

Am Sonntag Estomihi, dem 11. Februar 2018, fand in der Evangelisch-Lutherischen Kirche "Zum Heiligen Kreuz" in Berlin-Wilmersdorf das große Sängerfest der Region Ost der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche auf Einladung ihres kirchenmusikalischen Arbeitskreises statt. Die vereinigten Chöre der Region Ost, zu der die Kirchenbezirke Berlin-Brandenburg, Lausitz und Sachsen-Thüringen gehören, muszierten unter der Leitung ihres Kantors Georg Mogwitz (Leipzig). Die rund 125 Sänger brachten Stücke von Felix Mendelsohn-Bartholdy, Ludwig Seftl und Johannes Brahms zu Gehör. Das große Sängerfest, zum dem rund 300 Besucher gekommen sind, stand unter dem Leitwort aus Psalm 42: Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. In der Predigt wurde durch Pfarrer Rainer Kempe, Berlin-Neukölln, dieser Psalm aus der Bibel ausgelegt, sodass sich Wort und Musik miteinander verbunden und ergänzt haben. Ein Kinderchor begeisterte in der vollbesetzten Kirche die Gottesdienstbesucher mit ihren beiden musikalischen Stücken. (MB/SN)

Vortrag Prof. Klän in Potsdam – Geschichte und Gegenwart der SELK im Gegenüber zur Union Evangelischer Kirchen Klaen d Buettner

Am 7. Februar fand auf Einladung der des Evangelischen Kirchenkreises Potsdam der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und dem Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) ein ökumenischer Gesprächsabend in der evangelischen Nagelkreuzkapelle Potsdam statt. Dieser Abend stand unter dem Thema, Union und Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche – Lutherisches Bekenntnis und Herausforderungen der Kirchen heute. Prof. Dr. Werner Klän, Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie an der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberusel/Ts. führte die zahlreichen Zuhörer, die sowohl aus dem Kirchenkreis Potsdam als auch aus dem Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg kamen, in die Geschichte der Altlutheraner ein. Im Fokus standen hier zunächst die drei prägenden Personen, Johann Gottfried Scheibel, Eduard Huschke und Heinrich Steffens auf altlutherischer Seite und Friedrich Wilhelm III., König von Preußen, mit seinen Bestrebungen zur Einführung und Durchsetzung der Union zwischen evangelisch-lutherischer Kirche und evangelisch-reformierter Tradition. Die markanten Eckdaten 1817 und 1830 und in der Folge die Ausgrenzung und Verfolgung der Altlutheraner wurde von Klän thematisiert.

Er machte auch deutlich, dass die altlutherische Bewegung eine zutiefst moderne Bewegung gewesen ist, weil sie sich in der Zeit von 1830-1840 schon auf heute anerkannte Menschenrechte berief, wie das Recht auf Versammlungsfreit, der Organisationsfreiheit, Meinungsfreiheit und der Religionsfreiheit. Weil den Altlutheraner diese Grundrechte verwehrt wurden, sind nicht wenige nach Nordamerika und Australien ausgewandert. Als eine Wurzel altlutherischer Kirchwerdung muss der Pietismus gelten, dessen altlutherische Vertreter im Nachsprechen und der Aneignung der Evangelisch-Lutherischen Bekenntnisse, nicht nur den persönlichen Glauben betonten, sondern der Glaube seinen Ausdruck in konfessionell-kirchlicher Verbindlichkeit, eben in der evangelisch-lutherischen Kirche, gelebt werden wollte.

Nach dem ausführlichen kirchenhistorischen Teil, führte der Referent in die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche heute ein, erläuterte inhaltlich den Kirchennamen, um dann auf die ökumenische Gespräche zwischen der SELK und der Union Evangelischer Kirchen einzugehen. Das gemeinsame Wort wurde am Buß- und Bettag im Rahmen eines ökumenischen Dank- und Bußgottesdienstes von Bischof Hans-Jörg Voigt, D.D. (Hannover) der SELK und vom Kirchenpräsidenten Christian Schad (Speyer) für die Union Evangelischer Kirchen (UEK) in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Berlin-Mitte unterzeichnet. Moderiert wurde dieser ökumenischen Gesprächsabend vom ehemaligen Leiter der Kirchenkanzlei der (UEK) Pfarrer i.R. Dr. Wilhelm Hüffmeier. Es schloss sich eine rege Aussprache an. „Ich habe heute viel gelernt!“, war eine der Reaktionen am Ende des Abends. (MB)

Schöne-Aufsätze in kanadisch-theologischer Zeitschrift Bischof Schoene b Zehlendorf Buettner komp a

„Lutheran Theological Review“ ist die Zeitschrift der beiden theologischen Seminare der Lutherischen Kirche–Kanada (LCC) in St. Catherines und Edmonton. Die jetzt erschienene aktuelle Ausgabe dokumentiert Beiträge aus Anlass des Gedenkens an 500 Jahre evangelisch-lutherische Reformation im vergangenen Jahr 2017. Das Heft enthält auch zwei Beiträge von Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D. (Berlin) von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche: “Luther without Fake News“ und “The Reformation of Worship: Liturgy as Confession of Faith“. Die SELK und die LCC stehen in Kirchengemeinschaft. (MB/SN)

Berlin: Situation für konvertierte Asylsuchende verschärft sich - Pfarrer Martens: Kirchen sollen "mit einer Stimme sprechen" Pfarrer Dr Martens d komp

Die Situation für ehemalige muslimische Asylsuchende, die zum Christentum konvertiert sind, hat sich in Berlin und Brandenburg dramatisch verschlechtert. Dieser Ansicht ist der Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde Berlin-Steglitz, Dr. Gottfried Martens, D.D.. Der Geistliche setzt sich in seiner zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) gehörenden Gemeinde mit mehr als 1.600 Kirchgliedern besonders für zum Christentum übergetretene Flüchtlinge ein. Er hat über 1.000 von ihnen getauft, vor allem Iraner und Afghanen. Wie Martens der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte und über den Nachrichtendienst der SELK - selk_news verbreitet wurde, wurden in der Dreieinigkeits-Gemeinde Steglitz bereits "mehrere Hundert" Flüchtlinge abgelehnt, da sie nach Einschätzung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nur aus asyltaktischen Gründen Christen geworden seien, um ihre Abschiebung zu verhindern. Selbst seine Aussagen würden angezweifelt: "Ich sehe das Leid dieser Menschen, die seit vielen Jahren Christen sind, sich in Gottesdiensten und Arbeit mit Kindern einbringen und dann abgeschoben werden sollen."

Nach Einschätzung von Martens ist die Situation seit dem Sommer 2016 zunehmend schwieriger geworden, da zu diesem Zeitpunkt kurzfristig viele neue "Entscheider" und "Anhörer" eingestellt worden seien. Zudem sei es zu einer Trennung beider Positionen gekommen, sodass Entscheidungen allein aufgrund von Protokollen getroffen würden. Auch mit den Dolmetschern habe es Probleme gegeben, wenn sie nicht alles oder aber falsch übersetzten. Da viele Gemeinden davon betroffen seien, fordert Martens die Kirchen auf, "mit einer Stimme gegen das Unrecht zu sprechen".

Martens ist seit 2013 Pfarrer in Berlin-Steglitz. Die Dreieinigkeits-Gemeinde versteht sich in besonderer Weise als Missionsgemeinde. Regelmäßig wird Taufunterricht mit Übersetzung auf Farsi angeboten. Zudem gibt es persische Bibelstunden, Gebetsandachten und Gemeinschaftsangebote. (MB/SN)

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